Rut un Wieß …

… das ist die kölner Farbkombination und beschreibt das Aussehen der am meisten getrunkenen Weinsorten; und nachdem dieses Getränk in Köln angeblich gerade große Aufmerksamkeit erfährt, hat die Stadtrevue diesem Thema seine aktuelle Ausgabe gewidmet. Darin geht es überwiegend um den zivilisierten Konsum von möglichst naturbelassenem Wein – aber auch ein bisschen um dessen Produktion direkt in Köln. Unter anderem an unserer Fassade. Aber lest selbst …

Foto einer aufgeschlagenen Zeitschrift. Darauf sieht man ein Gebäude, an der eine Leiter lehnt, auf der jemand weit oben sich um eine Weinpflanze kümmert.

Unser Haus in der Stadtrevue

Nachtragend …

… sind wir eigentlich nicht. Aber jetzt, da wir Fotos von Thomas Schäkel bekommen haben, ist ein Nachtrag zum neulichen Blogeintrag über die Weinlese doch sehr angebracht. Thomas hat die Lese unseres Fassadenweins im Auftrag der Kölner Stadtrevue fotografisch festgehalten, denn deren Oktober-Ausgabe ist dem Thema „Wein-Boom in Köln“ gewidmet. Überwiegend geht es dabei um die Konsumierung von Wein – aber eben auch um die vor Ort Produktion.

Letzteres war vor ein paar Hundert Jahren mal ziemlich en vogue; während milderen Klimaphasen. In den letzten Jahren ist das Klima erneut weinfreundlicher geworden; eine zweifelhafte Freude. Mittlerweile muss man leider schon darüber nachdenken, ob die Rebsorten, die vor 15 Jahren hier noch als ideal angesehen wurden, bald schon wieder ausgedient haben, weil es zu warm wird. Ironischerweise war ein wichtiger Grund für unsere Fassadenbegrünung deren Beitrag zur Kühlung.

Gabe und Weitergabe

Neulich war es wieder so weit: Der Frühherbst schenkt uns eine köstliche Gabe in Form von Trauben von unseren Fassadenweinen. Wir hegen je einen Stock der Sorten Phönix, New York Muskat, Juliana, Cabernet Cortis, Solaris, Johanniter und – an der Müllpergola: Rhea. Die ca. 24 kg der beiden weißen Sorten 5 und 6 dieser Aufzählung haben wir dieses Jahr gemeinsam mit Thomas Eichert – selbsternannter Stadtwinzer Kölns – gekeltert. In dessen Keller lagert nun der gute Tropfen und wird hoffentlich zu einem noch besseren Tropfen. Sobald die erste Flasche entkorkt wird, wird das hier vermeldet.

Besonders ertragreich war auch dieses Jahr die Sorte Juliana, eine Tafeltraube, die laut Beschreibung „starkwüchsig“ ist. Wildwüchsig wäre eine treffendere Beschreibung – ein fast unzähmbares Gewächs. Soviel zum Thema Weitergabe … unserer Erfahrung: Juliana eignet sich fabelhaft zur schnellen Berankung einer Fassade. Allerdings führen ihre langen Ranken aber zu einer nicht sonderlich dichten Wandbedeckung und (auch das sei nicht verheimlicht) ihre Trauben schmecken gut, aber nicht so interessant und köstlich wie etwa die New York Muskat. Das ist aber nicht der Grund, warum wir das Prinzip „Weitergabe“ auch mit Julianatrauben an unsere Nachbar*innen praktizieren.

Das beeindruckende Ergebnis der Juliana-Weinlese

Das beeindruckende Ergebnis der Juliana-Weinlese

Das verflixte siebe Jahr – Das Lied zur Feier

Und hier noch der Text eines Liedchens, das wir bei unserer neulichen Feier mit Inbrunst gesungen haben:

Manchmal geh ich auf dem Stahlseil ohne Blick
Manchmal wünsch ich mir Köln-Klettenberg zurück
Manchmal fällt mir keine Lösung ein
Manchmal will ich nur noch Veto schrein.

Manchmal finde ich Beschlüsse blöd
Manchmal ist das Haus so leer und öd.
Manchmal seh ich keinen Unterschied
Und dann such ich Trost in diesem Lied:

Über sieben Tücken musst du gehen.
Sieben Wasserschäden überstehn.
Siebenmal muss es so stürmisch sein,
damit tausendmal die Sonne scheint.

Manchmal krieg ich Post vom Bubu- Amazon,
Manchmal ist der Name Wunschversammlung Hohn
Manchmal fehlt beim Konsensieren die Geduld.
Manchmal haben alle andren Schuld.

Manchmal will ich alles ganz für mich allein.
Manchmal macht es Spaß ein Schwein zu sein.
Manchmal will ich, dass mich niemand sieht
Doch dann denke ich an unser Lied !!!

Über sieben Tücken musst du gehen.
Sieben Wasserschäden überstehn.
Siebenmal muss es so stürmisch sein,
damit tausendmal die Sonne scheint.

Meistens bin ich stolz (ein) Wunschnachbar(in) zu sein,
Meistens fällt uns eine gute Lösung ein.
Meistens eilt die Hilfe schnell herbei…
Ob Tomate, Möhre oder Ei

Meist ergänzen wir uns einfach gut
Meistens macht uns die Gemeinschaft Mut.
Meistens fühlen wir den Unterschied
Darum singen wir heut dieses Lied:

Über sieben Tücken musst du gehen.
Sieben Wasserschäden überstehn.
Siebenmal muss es so stürmisch sein,
damit tausendmal die Sonne scheint.

Das verflixte siebte Jahr …

… haben wir jetzt schon hinter uns – jedenfalls in der Wohnphase. Zusammen geplant haben wir natürlich deutlich länger. Aus Anlass dieses siebten Jubiläums haben wir uns gestern miteinander und mit einigen Gästen zusammengesetzt und ein wenig gefeiert und noch ein bisschen weniger reflektiert.

Arme von 12 Menschen, jeweils mit einem Sektglas in der Hand, reichen von außen sternförmig nach innen zum Anstoßen

Anstoßen auf die nächsten 7+ Jahre

Sogar eine kleine Rede gab es, in der betont wurde, dass wir eher nicht das schalkafte Bullerbü 2.0 Ideal erreichen, das uns schon mal zugeschrieben wurde, weil es natürlich auch bei uns Meinungsverschiedenheiten gibt und auch mal gestritten wird. Wir sind also gar nicht so anders als viele normale gute Nachbarschaften; vielleicht mit dem Unterschied, dass wir uns noch streiten und uns nicht einfach aus dem Weg gehen, wenn mal was nicht passt.

Ca. 30 Personen sitzen bzw. stehen im Kreis bei sonnigem Wetter in einem attraktiven Garten

Ein Teil der Wunschnachbarn und unserer Jubiläumsgäste

Wie dem auch sei: Schön wars! Und bestimmt wirds auch weiterhin schön.

Bild eines Gartens in der Abend-Dämmerung von schräg oben. Man erkennt einige Menschen um Tische sitzend. An verschiedenen Stellen leuchen Lichterketten.

Zu fortgeschrittener Stunde im illuminierten Garten

Höchste Zeit …

… für einen neuen Blog-Post. Die letzten Monate waren zwar nicht wirklich ereignislos – es war eher so, dass man vor lauter Ereignissen nicht dazu kam, einen neuen Beitrag zu erstellen; oder man war dann doch im Urlaub. Und als man zurückkam, fand man diesen schönen Anblick vor, den man teilweise fleißigen Gießnachbarn und teilweise dem nicht extrem trockenen Sommer zu verdanken hat.

Grüne Loggien

Grüne Loggien

Aufgefrischt …

… haben wir vor einiger Zeit schon unser Gästezimmer. Diese gemeinwohlorientierte Ressource wurde vor Corona intensiv genutzt und schon bald nach dem barbarischen Überfall Russlands auf die Ukraine konnten wir das Zimmer einer geflüchteten Dame zur Verfügung stellen. Danach ist die Nutzung für Gäste wieder deutlich angestiegen und irgendwann war es dann nötig, dem kleinen Raum etwas Aufmerksamkeit und vor allem neue Farbe zu schenken. Am Ende dieser Aktion erstrahlte eine Wand dann plötzlich goldfarben.

Ein Blick in unser Gästezimmer mit Teppich im Vordergrund, dahinter ein (zusammengeklapptes) Schlafsofa und dahinter eine goldfarbene Wand

Die Goldwand im Gästezimmer

Nicht blinzeln!

Einmal kurz geblinzelt und schon ist die Blütenpracht wieder vorbei – zumindest die am Zierapfelbaum, der letztes Jahr als einer von fünf zusätzlichen Bäumen im Gemeinschaftsgarten unserer vier Baugruppen gepflanzt wurde. Schön wars!

Und jetzt erfreuen wir uns an diversen anderen Blüten, die teilweise auch noch fantastisch duften. Im Park der Holunder, auf der Gemeinschaftsterrasse die Rose, … Demnächst kommen dann noch die unscheinbaren Blüten am Wein und … zwei mal geblinzelt: verwandeln sich in leckere Träubchen.

Blühender Apfelbaum mit Haus der Wunschnachbarn im Hintergrund

Blüten im Garten

Interesse an gemeinsamer Investition?

Liebe Nachbar*innen, [so begann neulich eine Email an unsere Nachbar*innen, aber auch alle Leser*innen unseres Blogs dürfen sich angesprochen fühlen]

hurra, der Frühling kommt und dann der Sommer … und irgendwann auch wieder der Winter – und dann ist man wieder froh um Wärme. Bei uns Wunschnachbarn keimte daher im vergangenen Winter eine alte Idee wieder auf: Sauna!

Wie bei einer Werkstatt, Schlagbohrmaschine, großer Leiter, Auto gilt auch hier: Man muss nicht alles alleine besitzen. Deshalb bitten wir um eine kurze Rückmeldung, ob es unter Euch ebenfalls Sauna-Enthusiast*innen gibt, die sich daran beteiligen möchten.

Als Ort schweben uns drei Optionen vor:

  • In der „Schleuse“ zwischen der Tiefgarage und unserem Kellergang – diese 5 Quadratmeter werden nicht wirklich benötigt, weil man die TG auch durch unseren Fahrradkeller erreicht.
  • Ein kleines, dezentes und ästhetisch hochwertiges Häuschen im Garten (siehe Beispiel 1 unten)
  • Ein ausgebauter Bauwagen ggf. auf der Straße (in guter Gesellschaft mit dem Bauwagen des Nachbarschaftsvereins oder verschiedenen Wohnwagen) (siehe Beispiel 2 unten)

Je nach Anzahl der Beteiligungswilligen wird sich die nötige Einlage voraussichtlich zwischen 200 € und 700 € bewegen.

Leitet diese Email gerne weiter und meldet Euch bei Interesse einfach als Antwort auf diese Email.

Ralf und Peter von den Wunschnachbarn

Zwei Bilder von Saunen: Links ein kleines würfelförmiges Gebäude, bei dem die Vorder- und Rückseite aus Glas besteht, durch das man im Inneren eine Sauna erkennen kann. Rechts ein Anhänger in der Größe eines kleinen Wohnwagens, der einen Holzaufbau mit Kamin trägt, in dem sich offenbar ein kleiner Saunaraum befindet

Saunaoption 1 und 2

[Ein Tag nach dieser oben genannten Email schickten wir noch eine hinterher mit dem Hinweis, dass es sich um unseren diesjährigen Aprilscherz gehandelt hat.]