Spannende neue Nachbarn

Mit viel Tamtam wurde neulich Richtfest von „Clouth 104“ gefeiert. Dieser spannende Gebäudekomplex entsteht keine 200 Meter von uns entfernt auf der südwestlichen Ecke des Clouth Areals. Vielen Dank an die Organisatoren / Investoren, die dazu ausdrücklich auch die Nachbarschaft eingeladen hatten.

Am Vormittag war natürlich auch die Presse eingeladen und auch die Kölner Oberbürgermeisterin, Henriette Reker, ließ es sich nicht entgehen, dieses etwas andere Bauprojekt kennenzulernen. Laut einem dazugehörigen KStA Artikel erwähnte sie dabei auch ihren neulichen Besuch bei uns. Clouth 104 wird ab 2019 Künstler beherbergen, ein Konzepthotel, Büros (mit Warner Brothers als Hauptmieter). Zudem soll der Innehhof begrünt und öffentlich zugänglich sein und angeblich gilt das auch für die Dachterrasse.

Für die Nutzer wird das alles nicht ganz billig, aber immerhin wird es nicht ein 0-8-15 Projekt. Wir sind gespannt und bedanken uns für die Einladung zum Festchen.

SERVAS Gruppe beehrt Wunschnachbarn

Am 24. November wurden wir durch den Besuch einer kleinen Gruppe von SERVAS Mitgliedern beehrt, die sich – zusammen mit vielen anderen – zur Jahrestagung in Köln trafen. „SERVAS ist eine weltweite Friedensorganisation, die versuchen will, durch persönliche Kontakte unter den Völkern der Erde ein besseres Verständnis zu schaffen“ so lautet die Selbstbeschreibung auf der Website dieses gemeinnützigen Vereins. Kurz gesagt: SERVAS ist der sehr traditionsreiche Vorläufer von Couchsurfing; nur eben mit Völkerverständigungsidealen.

Einige Wunschnachbarn sind selbst aktive SERVAS Mitglieder und haben bei der Vorbereitung der Jahrestagung mitgeholfen. Im Rahmen des Konferenzprogramms wurden einige Themengruppen angeboten; jene, die uns besuchte diskutierte die Auswirkungen von AirBnB & Co. auf den Wohnungsmarkt. Dazu gesellte sich auch Bärbel Hölzing mit einem Impulsreferat – sie ist gewählte Vertreterin der Grünen im Nippeser Stadtteilparlament.

SERVAS Gruppe bei den Wunschnachbarn

SERVAS Gruppe bei den Wunschnachbarn

progres.nrw Gelder eingetroffen!

Wir hatten uns in einer sehr frühen Planungsphase dafür entschieden, ein energetisch anspruchsvolles Haus bauen zu wollen. Die Diskussion darüber, wie das konkret aussehen könnte schwankte von Holz-Ständerbauweise bis Strohballendämmung. Letztlich haben wir uns für ein Passivhaus entschieden, dessen Energieverbrauch noch deutlich unter der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) liegt.

Dadurch sind zwar langfristig auch finanzielle Einsparungen möglich – in der Bauphase ist ein Passivhaus aber dennoch ein paar Prozent teurer als ein konventionelles Gebäude. Um solche Mehrkosten abzufedern gibt es in unserem Bundesland das Förderprogramm „progres.nrw„, durch das insbesondere ein Teil der Mehrkosten der Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung abgedeckt werden kann.

Den mäßig bürokratischen Antrag dazu hatten wir im Juni 2015 gestellt. Nach Fertigstellung unseres Gebäudes haben wir den überraschend aufwendigen Verwendungsnachweis eingereicht, bei dem uns dankenswerterweise unser Architekt Zeller und unser Projektsteuerer Jost noch unterstützt haben. Am 8. November kamen dann … Trommelwirbel … €37.400 auf unserem Konto an. Das hat uns rückwirkend natürlich sehr in unser Entscheidung bestätigt. Und nun freuen wir uns umso mehr über unsere zugluftfreien, wohltemperierten Wohnungen.

Ein kleiner Schritt für die Menschheit …

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein Riesenschritt für uns! Endlich fanden wir die Zeit, dem Chaos in der Werkstatt auf den Pelz zu rücken. Dazu musste allerdings erst die nötige Hardware entwickelt werden; dies ist uns heute in Form eines maßgeschneiderten Regals aus diversen Holzresten gelungen. Selbst einige Schrauben konnten wir wiederverwenden – nur bei den Dübeln stießen wir mit unseren Upcycling Ideen auf bedauerliche Grenzen.

Eines baldigen Tages soll unsere Werkstatt ja auch für Nachbarn (inklusive Kinder) im Clouth Quartier geöffnet werden. Vorher müssen wir aber noch etwas mehr Ordnung schaffen.

Unser nigelnagelneues Werkstattregal

Peter vor unserem nigelnagelneuen Werkstattregal

Interesse aus Australien!

Das WWW machts möglich , dass die Wunschnachbarn sogar von Australien aus entdeckt werden. Am 16.10. waren Angelika Freund und Tjerk Dusseldorp vom „Dusseldorp Forum“ im Rahmen einer Europareise bei uns zu Gast. Sie suchten Kontakt zu Baugemeinschaften in Deutschland und besonders mit unserem Cohousing.
Nach einem sehr interessierten Rundgang durch unser Haus und die Nachbarschaft – auch zur Halle 17 mit Malraum und Spielewerkstatt – wurden erste Überlegungen angestellt, wie die Erfahrungen aus Deutschland nach Australien „transportiert“ werden können, um Projekte gemeinschaftlichen Wohnens zusammen mit dem Dusseldorp Forum auf diesem Erdteil voranzubringen.
Wir sind gespannt, wie sich diese Ideen weiter entwickeln….

Angelika Freund und Tjerk Dusseldorp zu Besuch

Angelika Freund und Tjerk Dusseldorp zu Besuch

Ausgerechnet Tübingen …

Tübingen gilt in Deutschland als Eldorado für Baugemeinschaften. Die Clouth-Gruppen hatten während der Phase, in der viele juristische Feinheiten austariert werden mussten, sogar eine Delegation von Tübinger Rechtsanwälten und Notaren nach Köln geholt, um von deren Erfahrungen zu lernen. Und letztlich haben sich die Baugruppen auf Clouth auch für das „Tübinger Modell“ entschieden, bei dem eine 1 Quadratmeter große Fläche als „Ankergrundstück“ ausgewiesen wird, um das Eigentum der Gemeinschaftsfläche zwischen den Baugruppenhäuseren grundbuchrechtlich sauber jener WEG bzw. GbR zuordnen zu können, der die allgemeine Tiefgaragenfläche bzw. der Gemeinschaftsgarten gehört.

Und ausgerechnet eine Profitruppe aus der Stadtverwaltung Tübingen kam nach Köln, um sich dort zu informieren über den Stand verschiedener Stadtentwicklungsprozesse aber auch um selbst zu erfahren, wozu das Tübinger Modell auf dem Clouth Gelände geführt hat. Natürlich bekamen sie nicht nur eine Führung über das Gelände, sondern auch durch unsere Haus. Insgesamt schienen sie positive Eindrücke gesammelt zu haben, berichteten aber auch spannende Dinge, wie man im Ländle schon wieder weiter denkt, etwa zur Integration von geförderten Wohnungen und von sozialen Enrichtungen (z.B. KiTa) in Baugemeinschaften. Tübingen geht also weiterhin vorneweg und bleibt Ansporn für Köln.

Tübinger

Die Besucher aus Tübingen

Wer zuerst kommt erntet zuerst …

Normalerweise operieren wir nicht nach diesem Bullyprinzip, aber es ist schon klar, dass die Solarmodule auf unserem Dach nun mal weg sind wenn sie weg sind. Im Augenblick sind aber noch 26 davon zu erwerben. Wir kooperieren diesbezüglich mit der Genossenschaft „Die Energiegewinner„, die auch die Dachflächen unserer benachbarten Baugemeinschaften WoGe und Eplus gepachtet hat, um dort Photovoltaikanlagen zu installieren. Der dort geerntete Strom wird zuerst direkt im jeweiligen Haus verbraucht und der Überschuss geht ins allgemeine Netz. Die einzelnen Solarmodule können erworben werden, was nebenbei sogar zu einer beachtlichen Verzinsung führt.

Das Bild stammt aus einem separaten Artikel der Deutschen Welle zum Thema genossenschaftliche Energieerzeugung und zeigt Martina von der WoGe und Kay von HerzClouth (zwei benachbarte Baugemeinschaften). Kay ist zudem im Vorstand der Energiegewinner.

Martina-und-Kay

Martina von der WoGe und Kay von HerzClouth (zwei benachbarte Baugemeinschaften).