„Wir ham den Pott!“

Diesen Ausruf würden die Herren-Fußballnationalmannschaften verschiedener Länder demnächst bestimmt gerne tätigen. In unserem Kontext fiel dieser Satz legendärerweise vor genau 14 Jahren, als wir eine Email erhielten, in der wir darüber unterrichtet wurden, dass die Bewerbung der Wunschnachbarn auf ein Baugrundstück im Clouth Quartier erfolgreich war – ebenso wie die Bewerbung von sieben weiteren Baugruppen, die jetzt unsere Nachbarn sind. Aus Anlaß dieses Jubiläums veranstalteten wir einen lustig endenden Umtrunk während die passende Anschrift an der Haustafel Passant*innen glauben ließ, wir hätten die Fußballweltmeisterschaft gewonnen.

Tafelanschrift „Wir ham den Pott“

Damit niemandem die Luft ausgeht

„Aber Schatz, du hast doch schon eine Handtasche – warum willst du dir eine neue kaufen?“ So ähnlich war das bei uns, als wir überlegten, uns eine neue Standluftpumpe zuzulegen, obwohl wir schon zwei hatten. Bei der einen war allerdings die Dichtung am oberen Ende nicht mehr so richtig intakt und bei der anderen fiel der bereits selbstgeschnitzte Ersatz-Handgriff immer wieder mal ab. Also haben wir uns entschlossen, ein schickes neues Modell zu beschaffen, das auch noch mit fünf Jahren Garantie kommt. Voilá – damit können wir jetzt bei Repair Cafés wieder fleißig Fahrräder reparieren.

Die neueste Errungenschaft im Fahrradkeller

Clouthrot und Clouthwig Wieß …

… auf diese Namen hören die Weine, die aus der letztjährigen Ernte unseres Fassadenweins entstanden. Bestimmt sind sie wieder sehr lecker – probieren werden wir ein Fläschchen erst auf unserer nächsten „Wunschversammlung“; selbstverständlich völlig rechtskonform unter Freunden und am Ort der Herstellung.

Wir werden diesmal sehr sparsam mit dem 2025er Tröpfchen umgehen – es sind nur vier Flaschen geworden; zwei weiß und zwei rot. Aber wenn unsere Fassaden-Weinpflanzen so weitersprießen wie in den letzten paar Tagen, dann wird die 2026er Lese wieder umfangreicher. Wir werden berichten.

Herzlichen Dank an dieser Stelle erneut an unseren Freund Thomas (seines Zeichens Kölner „Stadtwinzer“) für seine Kelterexpertise!

Die beiden ungleichen Zwillinge Clouthrot und Clouthwig Wieß

Die beiden ungleichen Zwillinge Clouthrot und Clouthwig Wieß

Möblierte Wohnung von Unbekannt

Wir hatten uns schon gewundert, wie still es mehrere Monaten lang in den Mikro-Wohnungen an der Ostseite unseres Hauses war. Im Herbst konnten wir sie reisebedingt nicht inspizieren, aber jetzt endlich – Ende Februar – kamen wir dazu. Siehe da: Die Vormieterinnen hatten die Wohnung offenbar schon vor längerer Zeit voll möbliert verlassen. Sogar das Bett war gemacht! Seltsam: Einfach so auszufliegen ohne ein Wort zu sagen – nur einen Piep.

Geöffneter Nistkasten inklusive großzügiger Polsterung

Die verlassene Wohnung

Bundesministerium fördert unser Repair Café

In der kurzen Zeit der Ampelregierung hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz ein Förderprogramm „Reparieren, statt wegwerfen“ für Repair Cafés aufgelegt. Vermittelt über die ANSTIFTUNG wurde das Programm ausgeschrieben und wir konnten uns in einem erfreulich einfachen Antragsverfahren bewerben.

Schließlich wurden ca. 1000 Initiativen in die Förderung aufgenommen, zu denen auch wir gehörten. Dabei war es sehr hilfreich mit unserem Nachbarschaftsverein Clouth e.V. zusammenarbeiten, der uns den erforderlichen formalen Vereinshintergrund ermöglichte. Dafür sagen wir DANKE; dem damals Grün geführten Ministerium und dem Nachbarschaftsverein!

Mit einem Zuschuss von gut 2600 € und Eigenmitteln aus der Kasse des Repair Cafés konnten wir somit einen umfangreichen Schatz an Spezialwerkzeugen und elektronischen Diagnoseinstrumenten wie z.B. Oszilloskop, Minikamera sowie gesicherte Steckdosen und einen Koffer mit Reparaturklebern aller Art anschaffen.

Damit diese wertvollen Werkzeuge staubsicher gelagert werden können, investierten wir einen Teil des Fördergeldes auch in zwei professionelle Werkschränke. Damit sehen wir neuen Reparaturanfragen – an jedem letzten Freitag eines Monats von15 bis 17 Uhr – gut gerüstet entgegen!

Zwei geöffnete Werkstattschränke mit diversem Inhalt

Die unverstaubbar verstauten neuen Werkzeuge

 

Streuobst von der Wiese nach Nippes

Seit September ist der Gemeinschaftsraum der Wunschnachbarn eine Ausgabestelle für die „Obstgemeinschaft Nippes“. Dort wird an die Mitglieder des Streuobst Rieve Kollektivs wöchentlich eine gute Portion alter Apfelsorten und anderem Obst aus der Streuobsternte der Region direkt ins Nippeser Veedel gebracht. Mit dem Projekt will das Kollektiv eine regional vernetzte, frei vom Handel organisierte Nachbarschaft fördern, die wert auf gute Lebensmittel aus der Region legt. Wer mehr über den regionalen Obstgenuss erfahren möchte, wendet sich an: nippes@streuobst-rieve.de.

Unterwegs in Üchtelhausen

Kennt Ihr Üchtelhausen? Solltet Ihr, denn dort tun sich spannende Dinge – neulich gab es im dortigen BuchCafé nämlich einen Austausch zum Thema „Gemeinsam wohnen (im Alter)“. Und ein Mitglied unserer „CoHousing“ Etage durfte dort über seine Erfahrungen bei den Wunschnachbarn berichten. Das ist ganz im Sinne unseres Anspruchs, unser Wissen mit anderen zu teilen; einerseits in einer separaten Abteilung auf unserer Website und andererseits in Gesprächen wie in Üchtelhausen (Siehe diesen Kurzbericht). Vielleicht verbreiten sich unsere Erfahrungen so bis nach Dittelbrunn, Weipoltshausen, Hoppachshof, Madenhausen … alle nordöstlich von Schweinfurt.

Screenshot eines Berichts über die Veranstaltung in Üchtelhausen

In meinOrt.app steht ein kurzer Bericht über die Veranstaltung in Üchtelhausen

Clouthwigstropfen

Es ist zwar noch April, aber es ist kein Aprilscherz: Der Clouthwigstropfen ist fertig! Das ist der große Bruder vom Clouthstropfen, den wir 2014 (?!) in unserer Bewerbung für ein Grundstück im Clouth Quartier als eines unserer Alleinstellungsmerkmale erwähnt hatten. Dahinter steckt unsere Fassadenbegrünung mit Kulturwein, von dem wir damals träumten, dass er sich eines Tages zu einem süffigen Tröpfchen veredeln ließe.

Schon damals hat uns Kölns selbsternannter „Stadtwinzer“, mit Rat und Tat zur Seite gestanden, um geeignete Sorten, Rankhilfen etc. zu wählen. Und dankenswerterweise führte er in seinem Südstadtkeller auch den Veredelungsprozess durch. Dazu steuerte er sogar einen Teil seiner Johanniter-Trauben bei, die seit ein paar Jahren auf einem kleinen urbanen Weinberg an der Severinstorburg, Nähe Chlodwigplatz gedeihen.

Daraus erklärt sich der Cuvée-Name „Clouthwigstropfen“.

Heute Abend wird eine erste Flasche geöffnet auf unserer monatlichen „Wunschversammlung“. Laut gesetzlichen Vorgaben darf man selbstgekelterten Wein ja nur mit Familie und Freunden am Ort der Herstellung trinken – ich denke, diese Bedingung können wir erfüllen.

Wie der Wein schmeckt, verraten wir hier nur vielleicht; denn wenn er lecker ist, wollen wir keine Begehrlichkeiten wecken; und wenn nicht, muss das ja nicht jeder wissen.

Die 12 Flaschen Clouthwigstropfen

Die 12 Flaschen Clouthwigstropfen – aus gesetzlichen Gründen vielleicht ohne Etikett