progres.nrw Gelder eingetroffen!

Wir hatten uns in einer sehr frühen Planungsphase dafür entschieden, ein energetisch anspruchsvolles Haus bauen zu wollen. Die Diskussion darüber, wie das konkret aussehen könnte schwankte von Holz-Ständerbauweise bis Strohballendämmung. Letztlich haben wir uns für ein Passivhaus entschieden, dessen Energieverbrauch noch deutlich unter der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) liegt.

Dadurch sind zwar langfristig auch finanzielle Einsparungen möglich – in der Bauphase ist ein Passivhaus aber dennoch ein paar Prozent teurer als ein konventionelles Gebäude. Um solche Mehrkosten abzufedern gibt es in unserem Bundesland das Förderprogramm „progres.nrw„, durch das insbesondere ein Teil der Mehrkosten der Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung abgedeckt werden kann.

Den mäßig bürokratischen Antrag dazu hatten wir im Juni 2015 gestellt. Nach Fertigstellung unseres Gebäudes haben wir den überraschend aufwendigen Verwendungsnachweis eingereicht, bei dem uns dankenswerterweise unser Architekt Zeller und unser Projektsteuerer Jost noch unterstützt haben. Am 8. November kamen dann … Trommelwirbel … €37.400 auf unserem Konto an. Das hat uns rückwirkend natürlich sehr in unser Entscheidung bestätigt. Und nun freuen wir uns umso mehr über unsere zugluftfreien, wohltemperierten Wohnungen.

Ein kleiner Schritt für die Menschheit …

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein Riesenschritt für uns! Endlich fanden wir die Zeit, dem Chaos in der Werkstatt auf den Pelz zu rücken. Dazu musste allerdings erst die nötige Hardware entwickelt werden; dies ist uns heute in Form eines maßgeschneiderten Regals aus diversen Holzresten gelungen. Selbst einige Schrauben konnten wir wiederverwenden – nur bei den Dübeln stießen wir mit unseren Upcycling Ideen auf bedauerliche Grenzen.

Eines baldigen Tages soll unsere Werkstatt ja auch für Nachbarn (inklusive Kinder) im Clouth Quartier geöffnet werden. Vorher müssen wir aber noch etwas mehr Ordnung schaffen.

Unser nigelnagelneues Werkstattregal

Peter vor unserem nigelnagelneuen Werkstattregal

Interesse aus Australien!

Das WWW machts möglich , dass die Wunschnachbarn sogar von Australien aus entdeckt werden. Am 16.10. waren Angelika Freund und Tjerk Dusseldorp vom „Dusseldorp Forum“ im Rahmen einer Europareise bei uns zu Gast. Sie suchten Kontakt zu Baugemeinschaften in Deutschland und besonders mit unserem Cohousing.
Nach einem sehr interessierten Rundgang durch unser Haus und die Nachbarschaft – auch zur Halle 17 mit Malraum und Spielewerkstatt – wurden erste Überlegungen angestellt, wie die Erfahrungen aus Deutschland nach Australien „transportiert“ werden können, um Projekte gemeinschaftlichen Wohnens zusammen mit dem Dusseldorp Forum auf diesem Erdteil voranzubringen.
Wir sind gespannt, wie sich diese Ideen weiter entwickeln….

Angelika Freund und Tjerk Dusseldorp zu Besuch

Angelika Freund und Tjerk Dusseldorp zu Besuch

Ausgerechnet Tübingen …

Tübingen gilt in Deutschland als Eldorado für Baugemeinschaften. Die Clouth-Gruppen hatten während der Phase, in der viele juristische Feinheiten austariert werden mussten, sogar eine Delegation von Tübinger Rechtsanwälten und Notaren nach Köln geholt, um von deren Erfahrungen zu lernen. Und letztlich haben sich die Baugruppen auf Clouth auch für das „Tübinger Modell“ entschieden, bei dem eine 1 Quadratmeter große Fläche als „Ankergrundstück“ ausgewiesen wird, um das Eigentum der Gemeinschaftsfläche zwischen den Baugruppenhäuseren grundbuchrechtlich sauber jener WEG bzw. GbR zuordnen zu können, der die allgemeine Tiefgaragenfläche bzw. der Gemeinschaftsgarten gehört.

Und ausgerechnet eine Profitruppe aus der Stadtverwaltung Tübingen kam nach Köln, um sich dort zu informieren über den Stand verschiedener Stadtentwicklungsprozesse aber auch um selbst zu erfahren, wozu das Tübinger Modell auf dem Clouth Gelände geführt hat. Natürlich bekamen sie nicht nur eine Führung über das Gelände, sondern auch durch unsere Haus. Insgesamt schienen sie positive Eindrücke gesammelt zu haben, berichteten aber auch spannende Dinge, wie man im Ländle schon wieder weiter denkt, etwa zur Integration von geförderten Wohnungen und von sozialen Enrichtungen (z.B. KiTa) in Baugemeinschaften. Tübingen geht also weiterhin vorneweg und bleibt Ansporn für Köln.

Tübinger

Die Besucher aus Tübingen

Wer zuerst kommt erntet zuerst …

Normalerweise operieren wir nicht nach diesem Bullyprinzip, aber es ist schon klar, dass die Solarmodule auf unserem Dach nun mal weg sind wenn sie weg sind. Im Augenblick sind aber noch 26 davon zu erwerben. Wir kooperieren diesbezüglich mit der Genossenschaft „Die Energiegewinner„, die auch die Dachflächen unserer benachbarten Baugemeinschaften WoGe und Eplus gepachtet hat, um dort Photovoltaikanlagen zu installieren. Der dort geerntete Strom wird zuerst direkt im jeweiligen Haus verbraucht und der Überschuss geht ins allgemeine Netz. Die einzelnen Solarmodule können erworben werden, was nebenbei sogar zu einer beachtlichen Verzinsung führt.

Das Bild stammt aus einem separaten Artikel der Deutschen Welle zum Thema genossenschaftliche Energieerzeugung und zeigt Martina von der WoGe und Kay von HerzClouth (zwei benachbarte Baugemeinschaften). Kay ist zudem im Vorstand der Energiegewinner.

Martina-und-Kay

Martina von der WoGe und Kay von HerzClouth (zwei benachbarte Baugemeinschaften).

 

Kompetente Besucher

Gestern hatten wir die Ehre, eine Gruppe von Fachleuten in unserem Gemeinschaftsraum zu begrüßen, die im Rahmen der Jahrestagung der Stiftung trias nach Köln gekommen waren. Die Stiftung trias übernimmt Grundstücke in ihren Vermögensstock und damit aus der Spekulation. Viele dieser Grundstücke werden für innovative Wohnprojekte genutzt.

Unsere Besucher – darunter auch Helga Nissen, die uns in der Planungsphase beraten hat – beschäftigten sich überwiegend mit einschlägigen rechtlichen Fragen; anschließend trafen sie wieder mit anderen Fachgruppen im Kubus des hdak zusammen, um die trias Jahrestagung fortzusetzen. Auch mit dem hdak und mit seinem „Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen“ sind wir freundschaftlich verbunden.

Trias

Fachgruppe von Mitgliedern der Stiftung trias

Eine verdammt ähnliche Baugemeinschaft …

… scheint es in Köln zu geben. Denn in einem Artikel des Kölner Stadtanzeiger wird eine Baugemeinschaft mit dem Namen unserer Adresse („Auf dem Stahlseil“) erwähnt, die sechs Weinpflanzen an ihrer Fassade wachsen lässt und damit einen kleinen Beitrag zur Luftreinhaltung und Temperierung des Stadtklimas leistet – neben dem erwarteten kulinarischen Genuss und der Hausästhetik natürlich. Gepflegt würden die Rebstöcke angeblich von einem gewissen Ralf Brand, der laut beigefügtem Bild auch verdächtige Ähnlichkeit mit einem unserer Bewohner hat. Tja, Zufälle gibts …

gruene-waende

 

Unsere WarmShower Gäste aus Frankreich

Neulich hatten wir Besuch von Simone und Jean-Claude, zwei extrem nette Franzosen, die mit dem Fahrrad von Angers über Le Havre, Rotterdam, Duisburg, Köln, Koblenz, Luxembourg, Troyes, Orléans und wieder zurück nach Angers fahren. Leider konnten beide nur für eine Übernachtung bleiben, aber wir hatten trotzdem genug Zeit, um uns ganz viel zu erzählen. Ermöglicht wurde der Kontakt über www.warmshowers.org.

Unsere WarmShower Gäste Simone und Jean-Claude

Unsere WarmShower Gäste Simone und Jean-Claude