§§ 32 & 46 Abs.1 Ziffer 8 StVO, § 18 StrWG NW

Ein kleiner Grund zur theoretischen Freude – der unsere Trauer und Wut über den barbarische Angriff Russlands auf die Ukraine nicht einmal ansatzweise lindern kann:

Dazu ein kleine Rückblick:

  • 4. Nov. 2020: Das Ordnungsamt fordert uns unter Androhung einer Strafe von bis zu €1000 auf, die acht Blumekübel vor unserem Haus zu entfernen.
  • 8. Nov. 2020: Wir legen offiziellen Widerspruch gegen diesen Bescheid ein.
  • 23. Nov. 2020: Die Blumenkübel werden von Arbeitern im Auftrag der Stadt auf einen LKW geladen. Dank dem beherzten Einsatz einer Wunschnachbarin wurden sie wieder abgeladen und wir haben sie daraufhin von der Straße entfernt (teilweise im Garten deponiert, teilweise an Nachbarn zur Begrünung des allzu grauen öffentlichen Raums verliehen).
  • 6. Dez. 2020: Wir beantragen die offizielle Genehmigung der Blumenkübel.
  • 31. März 2021: Nach weiteren 5 Emails bekommen wir Besuch von zwei Mitarbeiter*innen des Ordnungsamt für eine vor-Ort Besichtigung. Dabei werden Kriterien für die Genehmigungsfähigkeit definiert (Mindestbreite, Mindesthöhe, exakte Positionen, Reflektorpflicht u.a.)
  • 23. Nov. 2021: Nach längerer Denk-, Planungs- und Bauzeit sind vier Blumenkübel wieder im Einsatz; diesmal eingehaust in selbstgebauten Kästen, die den o.g. Genehmigungskriterien zu 100% entsprechen. Wir stellen einen entsprechenden Antrag zur offiziellen Genehmigung.
  • 23. Feb. 2022: Nach dreimaliger Nachfrage wird unserem Antrag vom Dezember 2020 stattgegeben unter der Bedingung, dass die Blumenkübel mindestens 40 cm hoch sind. Gemäß mündlicher Mitteilung im März 2021 waren mindestens 60 cm erforderlich. Es hätte sogar genügt, die ursprünglichen Pflanzkübel an den Originalstandorten „durch Steinplatten unter den Blumenkübel“ (Zitat Ordnungsamt) auf 40 cm anzuheben. Im Genehmigungsbescheid ist zudem keine Rede mehr von einer Mindestbreite, von Reflektoren oder von exakten Positionen. Wir hätten uns also €350 Materialkosten und ca. 30 Arbeitsstunden sparen können.

Egal.

Auszug aus der offiziellne Blumenkübelgenehmigung

Auszug aus der offiziellne Blumenkübelgenehmigung

Zuwachs bzw. Ersatz in der Werkstatt

Der Fahrradmontageständer, den ein Wunschnachbar beim Einzug 2017 für die allgemeine Nutzung in der Werkstatt eingbracht hat, hat gute Dienste gleistet – auch, und insbesondere, im Rahmen der Repair Café Termine. Mittlerweile war ihm die viele Arbeit aber etwas viel, sodass wir ihn in den Ruhestand entlassen haben. Und wie das so ist, wird mann dann gnadenlos durch einen Jüngeren ersetzt. Vor ein paar Tagen hat er seinen Dienst angetreten.

Frei nach dem Motto „The Fahrradmontageständer is dead! Long live the Fahrradmontageständer!“

Der junge dynamische Fahrradmontageständer

Der junge dynamische Fahrradmontageständer

„Baugruppen bringen Ideen ins Veedel“

Dieser Meinung von Bernd Schöneck, Redakteur beim Kölner Stadtanzeiger, schließen wir uns natürlich an. Sie wurde neulich in einem ganzseitigen Artikel mit Beispielen untermauert, die von den Baugruppen achtbar, WoGe, HerzClouth und Wunschnachbarn stammen. Bewohner*innen dieser vier Gruppen kommen im Artikel zu Wort und drei davon (warum nur Männer?) auch zu Sicht.

Die mäßige Lesbarkeit des Artikels im folgenden Foto ist übrigens Absicht, denn wir wollen natürlich nicht das Copyright des Stadtanzeigers verletzen. Wer ihn lesen möchte, kann das auf der Internetseite des KStA tun oder aber zu uns auf einen Kaffee vorbei kommen (2G+ mit Maske) denn der Artikel hängt bei uns an der Haustafel.

KSTA-Artikel

KSTA-Artikel

So ein Dreck!

So ein Dreck: Man soll sich aufgrund der doofen Pandemie schon seit Monaten nicht mehr in Innenräumen treffen; selbst seine Wunschnachbarn nicht. Na gut, dann treffen wir uns eben in Außenräumen. Dazu haben wir das Tälchen eines namenlosen Baches bein Rhöndorf am Rhein gewählt. Dort stapften wir am 23. Januar 2022 ratschend, quasselnd und diskutierend 390 Höhenmeter nach oben zur Löwenburg und wieder runter. Die Tour kan man bei Komoot nacherleben.

Schön wars mal wieder, auch wenn uns die Rheinische Sonnengöttin nicht sonderlich hold war, was zu ziemlich matschigen Wegen führte. So ein Dreck!

Vorher ... mit sauberen Schuhen

Vorher … mit sauberen Schuhen

Nachher ...

Nachbarschaft und der öffentliche Raum …

… unter diesem Titel organisierte Agora Köln am 27. November 2021 ein sogenanntes BarCamp in Form einer Fahrradtour von einem interessanten Ort zum nächsten. Erfreulicherweise wurde auch bei uns Station gemacht, um sich über das LebeVeedel-Konzept zu informieren. Aufgrund von Corona konnten wir unsere Gäste leider nicht im Gemeinschaftsraum (a.k.a. Gaudimax) bewirten, aber immerhin fungierte sein Fenster hervorragend als Posterhalter.

Ein Teil der BarCamp BesucherInnen

Ein Teil der BarCamp BesucherInnen (C) Judith Gauß, 2021

Die BarCamp Route

Die BarCamp Route (C) Agora Köln, 2021

Advent, Advent, …

Der Advent ist eine Zeit der Ankündigung und der Vorfreude. Vier Kerzen oder vier reflektorbestückte Blümenkübelkisten spielen dabei traditionellerweise eine große Rolle, um das frohe Kommen der Verkehrswende zu signalisieren. So auch bei den Wunschnachbarn!

Vor vielen Monden begingen wir diese Festlichkeit schon einmal – damals allerdings weit schlichter, mit schwarzen Mörtelkübeln auf nacktem Pflaster. Dem Kölner Ordnungsamt hat das verständlicherweise nicht gefallen, denn die baukulturelle Qualität derselben war in der Tat fraglich.

Wie berichtet kam es daraufhin zu …

Jetzt ist alles wieder gut; so hoffen wir jedenfalls denn alle Bedingungen eines freundlichen Ordnungsamtmitarbeiters sind durch unsere selbst designten und gebauten Blumenkübelkästen erfüllt:

  • Jeder Blumenkübel ist mindestens 60 cm hoch, ist über 40 cm im Querschnitt und ist umlaufend mit einem Qualitäts-Reflektorband ausgestattet.
  • Kein Blumenkübel steht näher als 30 cm zur Straßenmitte (Ablaufrinne), oder näher als 150 cm zur Hauswand und keiner steht in der Schleppkurve von großen LKW.
  • Alle WEG Mitglieder stimmten schriftliche der Aufstellung dieser Blumenkübel an diesen Positionen zu.

Jetzt, da vor vor unserem Haus legale Blumenkübel das illegale Parken wieder unterbinden kann die Verkehrswende kommen. Vielen Dank an die Designer-, Schrauber-, Säger-, Lackierer- und Spender*innen!

Advent, Advent, ...

Advent, Advent, …

Rainbow City

Köln ist ja zu Recht bekannt für seine Weltoffenheit, seine Liebe zur Diversität, seine Unkonformität, seinen Christopher Street Day und die Regenbogenflaggen, die an jenem Tag die Rheinbrücken schmücken. Jetzt ist Köln noch einen Schritt weiter gegangen und hat die Kunstflugstaffel Patrouille de Tünnes der städtischen Luftwaffe angeheuert, um dieses Bekenntnis in den Nippeser Himmel zu malen. Chapeau!

Von weiß zu gelb

Irgendwie geht es dann doch jedesmal schnell; der Wandel von den duftenden weißen Blüten bis zur fertigen gelben Quitte an unserer Ostwand. Und dieses Jahr waren es noch mehr leuchtende Früchte als letztes Jahr. Wenn das so weiter geht werden wir in den nächsten Jahren verkünden, wo und wann die überschüssigen Quitten abzugeben sind. Dieses Jahr sollen sie noch zu Quittengelee verarbeitet  und im Haus verteilt werden.

Quitten: Hart aber lecker

Quitten: Hart aber lecker