Trügerische Ruhe

In der Zeit seit dem Jahreswechsel hat sich nicht viel getan; deshalb auch kein neuer Blogeintrag. Wir waren brav zuhause, hielten Abstand, kämpften gegen den Lagerkoller, reflektierten bei jedem Bissen, ob wir noch gut schmecken können, nutzten unser Datenvolumen für diverse Filmklassiker, … bis plötzlich …

… gestern Abend gegen 20 Uhr weißes Zeug vom Himmel fiel und die Erde bedeckte. Und heute morgen standen im Park weißgekleidete Aliens mit Riechorganen, die unseren irdischen Möhren zum Verwechseln ähnlich sehen. Sie standen dort wie angewurzelt – vermutlich warten sie bis eines der Kinder im Schneeanzug ganz nah an sie ran kommt, um sie dann zu verschlingen.

Gemüse-Hochbeet mit Schneebedeckung

Trügerische Ruhe vor dem Alienangriff

Donnerstagsmaler*innen

Den letzten Tag des Jahres mag man doch nicht alleine rumsitzen. Ein gemeinsames Spiel wäre nett, ein Quiz, pantomimisches Begrifferaten oder Montagsmaler*innen. Hmmm, mit einer Videokonferenz müsste das doch gehen. Gesagt, getan. Und trotz des falschen Wochentags war es dank Skribblio sehr unterhaltsam!

Montagsmaler am Donnerstag. Unverkennbar eine Tuba

Montagsmaler*innen am Donnerstag. Unverkennbar eine Tuba

Musikalische Festgrüße

Perfekt getimed, zwischen Abendessen und Bescherung beglückten die Kölner Turmbläser (tatsächlich Bläser, keine -Innen) im Auftrag der Gemeine St. Engelbert/ St. Bonifatius die AnwohnerInnen unseres Gartens mit einer guten Viertelstunde wunderbarer Weihnachtsklänge – teils klassisch in schönsten Kirchentonarten, teils modernisiert synkopisch mit 7/9 Akkorden.

Das hat natürlich auch dazu geführt, dass alle NachbarInnen auf ihren Terrassen und Balkonen erschienen und sich ganz coronakonform ein frohes Fest zurufen konnten. Deshalb ganz herzlichen Dank an die Turmbläser für die schöne Musik und den schönen Anlass zur zoom-freien live Begegnung.

Weitere Informationen zu den Musikern unter www.koelner-turmblaeser.de.

Die Turmbläser im Garten

Die Kölner Turmbläser im Garten – vielen Dank!

Stadtradeln Köln: Nippes vorne weg

Zum fünften Male nahm Köln im Jahr 2020 am Wettbewerb Stadtradeln teil und zum zweiten Mal war eine Gruppe aus unserer Nachbarschaft unter dem Namen „Clouth4Future“ dabei.

Im gesamten Stadtgebiet radelten vom 21. August bis 10. September 2020 5.181 Kölnerinnen und Kölner um …, ja um was eigentlich? Um die Wette ist einerseits richtig und doch zu einfach. Um eine andere Verkehrspolitik zu fordern ist sicherlich ein weiterer maßgeblicher Grund dieser Initiative.

Im Team Clouth4Future versammelten sich 32 Radfahrer, die in Summe 7.867 Kilometer zusammentrugen, pro Kopf also etwas über 245 Kilometer, bzw. stolze 11,7 Kilometer pro (Aktions-)Tag. Die beiden eifrigsten Vertreter des Teams radelten sogar jeweils mehr 500 km in drei Wochen.

Am 10. Dezember wurde die finale Auswertungen veröffentlicht. Und siehe da, unser Clouth4Future Team schaffte es in der Sonderkategorie Stadtteilteams „Bürgerengagement/ Ortsteile“ auf Platz 1.

Im Clouth Quartier hat Radfahren also ein Zuhause. Demnächst vielleicht sogar als erste Fahrradzone in Köln. Die Nippeser Bezirksvertretung hat jedenfalls bereits einen entsprechenden Prüfauftrag an die Verwaltung erteilt.

Screenshot der Stadtradeln Website

Screenshot der Stadtradeln Website

Neues Mitglied – Willkommen!

Wir heißen unser neues Mitglied in der Gemeinschaft der Hilfsmittel in unserer Werkstatt herzlich willkommen! Es handelt sich um eine Tischbandsäge, die Wolfgang Kaspar von unserer Nachbarbaugemeinschaft HerzClouth zur Verfügung stellt. Wolfgang ist einer der Hauptakteure bei der offenen Werkstatt / beim Repair Café – herzlichen Dank!

Die neue Tischbandsäge

Die neue Tischbandsäge

Blümenkübel gerettet !

Überraschende Abholkaktion am 23.11., 7:45h

Der Blumenkübelkrimi geht weiter. Wir erinnern uns: nach einer Aufforderung des Ordnungsamtes zur Räumung der Blumenkübel aus dem Strassenraum hatten wir diese an die Hauswand zurückgezogen und zugleich einen Antrag an die Stadt Köln auf ein Bleiberecht gestellt. Damit wäre ihr Aufenthalt bis zu einer Entscheidung gesichert, nahmen wir an.

Dann fuhr überraschend am am 23.11. in der Frühe ein städtisches Fahrzeug vor, um diese abzutransportieren. In einem schnellen Einsatz gelang es einer heldenhaften Mitbewohnerin, mit den freundlichen Mitarbeitern auszuhandeln, dass die Blumenkübel auf unser sicheres Grundstück gebracht wurden.

Später, bei Telefonaten mit verschiedenen Dienststellen der Stadt und der „Modernen Stadt“ (der bisherigen Eigentümerin des Strassenraumes) zur Eruierung der Hintergründe dieser Aktion ergaben sich aber leider mehr Fragen als Antworten.

Jetzt stehen unsere geliebten Blumenkübel erstmal sicher zusammengekuschelt in der Nähe unserer Fahrräder und warten auf neue Weisungen.

Wir werden weiter berichten.

Zusammengekuschelte Blumenkübel

Ausstellung: Leben in Nippes – Arbeiten bei Clouth

Im Geschichtsarbeitskreis „Kölner Ei“ arbeiten wir mit dem Verein der ehemaligen MitarbeiterInnen der Clouth Werke zusammmen. In diesem Jahr musste der Geschichtstag wg. Corona ausfallen, aber noch bis 07. Dezember 2020 wird in den Schaufenstern der Räumlichkeiten Luftschiffplatz 3 (neben der Bäckerei – Halle 17) die Fotoausstellung „Leben in Nippes – Arbeiten bei Clouth“ gezeigt.

Der Industriedenkmal Clouth e.V. hat sich seit 2004 der Geschichte der ehemaligen Nippeser Schwesternternehmen Clouth und Land- & Seekabelwerke verschrieben.

Mit der Ausstellung möchte der Verein den Menschen auf dem Clouth-Gelände die Geschichte ihres Wohnbereichs näher bringen.
Die Ausstellung ist nur von außen zu besichtigen, ein Betreten des Ladenlokals ist nicht möglich.
Die Präsentation der Ausstellung wurde nur möglich durch die Unterstützung der Eigentümer des Ausstellungsraumes.

Wer im Geschichtsarbeitskreis „Kölner Ei“ mitarbeiten möchte, melde sich gerne bei uns.

Bleiberecht für Blumenkübel ?

Wir erinnern uns: das Ordnungsamt der Stadt Köln hatte uns aufgefodert, die geliebten und klimatisch wichtigen Blumenkübel bis zum 11.11.20 aus dem Strassenraum zu entfernen.

Nach einer Phase zwischen wütenden Empörungen und resignativer Hilflosigkeit befinden wir uns jetzt auf dem Amtsweg: Wir haben beim Ordnungsamt im Namen der Hausgemeinschaft Wunschnachbarn Widerspruch eingelegt und zugleich offiziell beantragt, die Aufsstellung der Blumenkübel zu genehmigen.

Bis zu einer Entscheidung dürfen die Objekte erstmal stehen bleiben; auf die Entscheidung sind wir gespannt !

Wir werden weiter berichten.

AOK Preis Netzwerk Nachbarschaft

Hurra! Wir wurden vom Netzwerk Nachbarschaft mit dem AOK Förderpreis für gesunde Nachbarschaften ausgezeichnet.

Das Netzwerk Nachbarschaft wurde 2004 von Erdtrud Mühlens als bundesweites Aktionsbündnis gegründet, um das generationengerechte, multikulturelle und familienfreundliche Miteinander im Wohnumfeld aktiv zu fördern und die Gestaltung nachhaltiger Projekte beratend zu unterstützen. Alljährlich werden wegweisende Projekte von und für NachbarInnen ausgezeichnet. Das Aktionsbündnis umfasst bundesweit rund 2000 Nachbarschaften und steht unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Dr. Franziska Giffey.

Wir freuen uns wirklich sehr über diese Auszeichnung und bedanken uns ganz herzlich beim Netzwerk Nachbarschaft, den Jurymitgliedern und der AOK. für diese Anerkennung und für diesen Ansporn.

Das Preisgeld von 1.000€ werden wir dafür einsetzen, unser Haus noch grüner zu gestalten. Wir planen weitere Rankhilfen und die begrünte Einhausung unserer Mülltonnen.

Mysteriöse Blumenkübelverschiebung bei den Wunschnachbarn

Angezählt – Ordnungsamt zeigt Kübeln die grüne Karte

Blumenkübel auf dem Rückzug


Bald nach dem Einzug hatten einige fleissige WunschnachbarInnen vor dem Haus ein paar Blumenkübel aufgestellt, um so einen Beitrag zu mehr Grün im Strassenraum zu leisten und das Parken von Autos zu verhindern. Natürlich ist dies kein Parkraum, aber wie wir in der Nachbarschaft erleben, werden derartige Flächen gerne zum Parken missbraucht. Nun wurden diese Blumenkübel am 4.11. von MitarbeiterInnen des Ordungsamtes entdeckt und mittels Aufklebern wurden wir aufgefordert, diese bis zum 11.11. zu entfernen. Schon am 5.11. haben engagierte WunschnachbarInnen die Blumenkübel zur Seite gezogen. Aber welche Überraschung , am 6.11. morgens waren die Kübel wieder auf ihre vorherige Position zurückgekehrt. Waren da Nachbarn am Werk, die diesen Blumenschmuck so geliebt haben , dass sie die Kübel über Nacht wieder etwas vorgerückt hatten ? An Nachmittag wurden die Kübel nun wieder zurückgezogen ; zugleich ist unter den Wunschnachbarn eine engagierte Diskussion entbrannt, wie denn nun weiter verfahren werden soll ?

Wir werden weiter berichten…