15 kg Hoffnung

Am 26.10.2020 konnten wir voller Stolz 15kg Kronkorken im Rahmen der BlechWech Aktion abgeben. Bei einem Gewicht von 1,9 g pro Kronkorke waren das stattliche 7894 Kronkorken, was wiederum fast 40 Hektoliter Kölsch entspricht.

Wir haben das natürlich nicht alles selbst getrunken, sondern in Parks, unter Bänken und auf Plätzen gesammelt. Die Dinger liegen wirklich überall; sie zu sammeln hilft, Müll, CO2 und Rohstoffverschwendung zu reduzieren.

Und außerdem kommt somit Geld zusammen für ein Kinder-Impfprojekt gegen Masern, Tetanus und Polio in Liberia. Möglich ist das dank des Projektes BlechWech von Alexandra Rybarski, das die SOS-Klinik Monrovia in Liberia unterstützt.

Seit April 2018 wurden dadurch bereits 19,6t Kronkorken gesammelt und von einem Wertstoffhändler in Neuss recycelt. Durch den Erlös konnten 21.086 Impfungen finanziert werden. Das entspricht ca. 500 Kronkorken pro Impfung.

Wir Wunschnachbarn unterstützen das Projekt als Sammel- und Annahmestelle. Sammelt einfach mit und gebt die Deckelchen bei uns (Wohnung Janda / Klaas) beschriftet ab, dann geben wir Euch schriftlich Rückmeldung.

15 kg Hoffnung

15 kg Hoffnung

Die BlechWech bringen das Blech wech

Wir bringen das Blech zu BlechWech wech

WeFixit

Neulich erhielten wir wie aus heiterem Himmel ein ziemlich geniales Werkzeugset von IFixit, eine tolle Initiative, die nicht nur das Recht auf Reparierbarkeit fordert, sondern auch über einhunderttausend Reparaturanleitungen bereit stellt. Passender- und legitimerweise verkauft IFixit auch diverse Repartursets, die teilweise Werkzeuge enthalten, die anderswo kaum erhältich sind, die aber für die Reparatur – insbesondere von elektronischen Kleingeräten – unabdingbar sind. Also: Vielen Dank für das praktische Geschenk, das uns noch besser das Motto WeFixit ermöglicht.

Das IFixit Set in unserer Werkstatt

Das IFixit Set in unserer Werkstatt

60% Stromautarkie

Seit Sommer 2018 betreibt die Genossenschaft der Energiegewinner eine Photovoltaikanlage auf unserem Dach. Insgesamt gesehen produziert die Anlage mit 10.800kWh pro Jahr ca. 60% des Stromes, der im gesamten Haus verbraucht wird. So leisten wir mit wenig Aufwand, allein indem wir unser Dach zur Verfügung stellen, einen guten Beitrag zum Klimaschutz. Einige Wunschnachbarn besitzen über ihre Genossenschaftsanteile bei den Energiegewinnern zudem „ihre Solarmodule“ und nutzen dies als attraktive Geldanlage. Energiewende DIY.

Stromproduktion auf unserem Dach (Tagesverlauf Beispiel)

Das Rad neu erfinden …

ist meist nicht sonderlich sinnvoll. Deshalb soll an dieser Stelle einfach auf den Artikel von Clouth4Future und der WoGe verwiesen werden, wo jeweils ein netter Bericht über den „Mini Tag des Guten Lebens“ am 4. Oktober in unserem Veedel steht. Zweck dieses Tages war es, erlebbar zu machen, wie der öffentlichen Raum zu Lächeln, Gesprächen und Spielen einlädt, wenn er nicht von parkenden oder fahrenden Autos belegt ist.

Manchmal jedoch sollte man durchaus ein neues Rad erfinden. Zum Beispiel wenn man ein neues Stadtviertels baut, könnte man es so bauen, dass nicht überall Autos herumstehen, dass man pro Wohnung nicht €20000 für einen Tiefgaragenstellplatz bezahlen muss, dass man überhaupt kaum eine Auto braucht, dass Regenwasser versickern kann, dass alle Dächer und Fassaden begrünt sind. Vielleicht kann man ein Rad ja nachträglich noch auswuchten; oder die Speichenspannung justieren bis der Achter weg is.

Schwerter zu Pflugscharen - oder so ähnlich

Ein Nachlass vom Tag des guten Lebens

Nichts!

Was seht Ihr hier auf der Scheibe unserer Haustür? Richtig: Nichts. Sie wurde nämlich frisch geputzt. Und nicht nur sie. Auch alle Türen im Keller, die Lichtschächte wurden gereinigt, das Kabuff im Gemeinschaftsraum (der „Gaudimax“) wurde ausgemistet und das dortige Kabelgewirr sortiert, der Lack an der Haustüre wurde ausgebessert und vieles mehr. Und weil wir alle zeitgleich gewurstelt haben (oder wie heißt das auf vegetarisch?) hat es sogar Spaß gemacht – vor allem das gemeinsame Mittagessen mit Lieferpizza und Corona-Abstand.

So nett kann nichts sein.

Noch preisgekrönter …

Im letzten Blogeintrag ging es darum, dass das Clouth Gelände mit einem Preis gewürdigt wurde; aber auch darum, dass es Vorstellungen davon gibt, wie unser Viertel noch besser hätte werden können bzw. werden kann. Diese Ideen werden am 4. Oktober im Rahmen eines „Mini Tag des guten Lebens“ hier präsentiert und diskutiert werden. Kommt alle vorbei. Zwischen 15 und 18 Uhr werden die Straßenteile, die an die Kreuzung Auf dem Stahlseil / Josefine-Clouth-Straße angrenzen mit Leben statt mit Blech gefüllt. Siehe Flyer.

Kopf des Einladungsflyers

Eine preisgekrönte Siedlung …

… ist das Clouth Quartier, in dem sich auch unsere Baugemeinschaft befindet. Das ist die Meinung der Juror*innen des „polis awards„, die dem Clouth Gelände einen 2. Platz in der Kategorie soziale Quartiersentwicklung zugesprochen haben. Der dazugehörige Slogan lautet „Vom Industrieareal zum vital gemischen Stadtquartier.“

Dank der relativ hohen Zahl an geförderten Wohnungen gibt es in der Tat (bzw. wird es geben) auf Clouth eine erfrischende Mischung. Hinsichtlich Klimawandelanpassung und Verkehrswende sehen einige das Clouth Gelände aber als eine verpasste Chance.

Unter anderem deshalb werden sich einige Wunschnachbarn am 4. Oktober 2020 an einem Mini „Tag des guten Lebens“ in unserem Quartier beteiligen.

Präsentationsfolie der moderne stadt GmbH von der Webseite des polis awards

„my mechanics“ in klein

my mechanics ist das YouTube Wunder mit 1,58 Abonnenten aus der Schweiz. Die Tagesschau schrieb darüber:

"Der Schweizer Urs begeistert Millionen - und zwar mit Schrott. Auf YouTube bringt er Altes wie kaputte Haushaltsgeräte wieder in Schuss. Nur der Tüftler selbst bleibt lieber abseits der Kamera.

Bei unseren Rapair Cafés ist das natürlich etwas anderes – zumindest was die Anonymität anbelangt. Wir freuen uns stets über die Gespräche von Angesicht zu Angesicht (aber mit Maske), die damit einher gehen. So auch wieder heute.

Szene vom Repair Cafe am 28. August 2020
Szene vom Repair Café am 28 August 2020

Weinlese Teil 1

Das warme Wetter hat viele Früchte früh reifen lassen, so auch jene des Weinstocks. Wir haben unsere sechs Rebsorten so gewählt, dass sie nicht alle zur gleichen Zeit reif werden – und Solaris und Johanniter sind jetzt sehr schmackhaft. Juliana ist noch etwas knackig, sodass die Haupternte noch ein bisschen warten muss – auch die von Cabernet Cortis. Rhea dümpelte das ganze Jahr nur so vor sich hin und die Träubchen von New York Muscat sind leider vertrocknet. Nun denn; es stehen uns ja hoffentlich noch viele Jahre bevor und dann gibt es bestimmt mehr zu ernten, mehr zu berichten und vielleicht auch mehr zu trinken.

Juliana, Solaris, Johanniter (v.l.n.r.)

Juliana, Solaris, Johanniter (v.l.n.r.)

Süßes von und für Regina & Co.

Das Team unserer Bienenkönigin Regina war den ganzen Frühlung und Sommer über wieder extrem fleißig, hat Pollen, Wasser und Nektar in die Beute auf unserem Dach eingetragen und Honig produziert. Aufgrund der phasenweise extrem trockenen Witterung – ausgerechnet zur besten Trachtzeit – haben die Pflanzen der Umgebung aber wenig Nektar produziert, was wiederum zu einem geringen Honigertrag führt.

Was hier zu sehen ist, ist etwa ein Drittel; diesen Anteil genehmigen wir uns für den menschlichen Verzehr. Der Rest geht zurück als Futter für die nun bevorstehende lange Zeit mit wenig bis gar keinem Nektar. Noch gibt es Blüten, in denen Reginas Team Nahrung findet – danke an alle Nachbarn, deren Gärten und Balkone entsprechend bepflanzt sind.

Honigernte 2020

Honigernte 2020