WeFixit

Neulich erhielten wir wie aus heiterem Himmel ein ziemlich geniales Werkzeugset von IFixit, eine tolle Initiative, die nicht nur das Recht auf Reparierbarkeit fordert, sondern auch über einhunderttausend Reparaturanleitungen bereit stellt. Passender- und legitimerweise verkauft IFixit auch diverse Repartursets, die teilweise Werkzeuge enthalten, die anderswo kaum erhältich sind, die aber für die Reparatur – insbesondere von elektronischen Kleingeräten – unabdingbar sind. Also: Vielen Dank für das praktische Geschenk, das uns noch besser das Motto WeFixit ermöglicht.

Das IFixit Set in unserer Werkstatt

Das IFixit Set in unserer Werkstatt

60% Stromautarkie

Seit Sommer 2018 betreibt die Genossenschaft der Energiegewinner eine Photovoltaikanlage auf unserem Dach. Insgesamt gesehen produziert die Anlage mit 10.800kWh pro Jahr ca. 60% des Stromes, der im gesamten Haus verbraucht wird. So leisten wir mit wenig Aufwand, allein indem wir unser Dach zur Verfügung stellen, einen guten Beitrag zum Klimaschutz. Einige Wunschnachbarn besitzen über ihre Genossenschaftsanteile bei den Energiegewinnern zudem „ihre Solarmodule“ und nutzen dies als attraktive Geldanlage. Energiewende DIY.

Stromproduktion auf unserem Dach (Tagesverlauf Beispiel)

Das Rad neu erfinden …

ist meist nicht sonderlich sinnvoll. Deshalb soll an dieser Stelle einfach auf den Artikel von Clouth4Future und der WoGe verwiesen werden, wo jeweils ein netter Bericht über den „Mini Tag des Guten Lebens“ am 4. Oktober in unserem Veedel steht. Zweck dieses Tages war es, erlebbar zu machen, wie der öffentlichen Raum zu Lächeln, Gesprächen und Spielen einlädt, wenn er nicht von parkenden oder fahrenden Autos belegt ist.

Manchmal jedoch sollte man durchaus ein neues Rad erfinden. Zum Beispiel wenn man ein neues Stadtviertels baut, könnte man es so bauen, dass nicht überall Autos herumstehen, dass man pro Wohnung nicht €20000 für einen Tiefgaragenstellplatz bezahlen muss, dass man überhaupt kaum eine Auto braucht, dass Regenwasser versickern kann, dass alle Dächer und Fassaden begrünt sind. Vielleicht kann man ein Rad ja nachträglich noch auswuchten; oder die Speichenspannung justieren bis der Achter weg is.

Schwerter zu Pflugscharen - oder so ähnlich

Ein Nachlass vom Tag des guten Lebens

Nichts!

Was seht Ihr hier auf der Scheibe unserer Haustür? Richtig: Nichts. Sie wurde nämlich frisch geputzt. Und nicht nur sie. Auch alle Türen im Keller, die Lichtschächte wurden gereinigt, das Kabuff im Gemeinschaftsraum (der „Gaudimax“) wurde ausgemistet und das dortige Kabelgewirr sortiert, der Lack an der Haustüre wurde ausgebessert und vieles mehr. Und weil wir alle zeitgleich gewurstelt haben (oder wie heißt das auf vegetarisch?) hat es sogar Spaß gemacht – vor allem das gemeinsame Mittagessen mit Lieferpizza und Corona-Abstand.

So nett kann nichts sein.