Alles wieder gut – fast alles

Es war mal wieder nötig. Das Haus musste auf Vorderfrau gebracht – sprich: geputzt, gewartet und gepflegt werden. Deshalb haben wir am vergangenen Samstag gemeinsam alle Gemeinschaftsflächen gereinigt, die Schlösser geölt, die Arbeitsplatte im Gästezimmer geschliffen und neu eingelassen, den Schmutz under dem großen Fußabstreifer im Eingangsbereich entfernt, das Grillgitter des Backofens geschrubbt (siehe vorher / nachher Vergleich), den ekligen Kaugummi unter dem Tisch im Gaudimax (Angelikaesk für Gemeinschaftsraum) entfernt usw.

Zur Pflege unserer Hausgemeinschaft gehört aber auch, dass wir uns Gedanken machen, wir wir auch langfristig eine gute Hausgemeinschaft bleiben können – auch wenn mal eine Wohnung verkauft oder vermietet wird. Es muss kein Geheimnis bleiben, dass diese Pflegearbeiten auch ganz schön anstrengend sein können. Dazu laufen gerade spannende Diskussionen. Auch das gehört zur Wahrheit einer Baugemeinschaft wie der unsirgen.

„Wir ham den Pott!“

Diesen Ausruf würden die Herren-Fußballnationalmannschaften verschiedener Länder demnächst bestimmt gerne tätigen. In unserem Kontext fiel dieser Satz legendärerweise vor genau 14 Jahren, als wir eine Email erhielten, in der wir darüber unterrichtet wurden, dass die Bewerbung der Wunschnachbarn auf ein Baugrundstück im Clouth Quartier erfolgreich war – ebenso wie die Bewerbung von sieben weiteren Baugruppen, die jetzt unsere Nachbarn sind. Aus Anlaß dieses Jubiläums veranstalteten wir einen lustig endenden Umtrunk während die passende Anschrift an der Haustafel Passant*innen glauben ließ, wir hätten die Fußballweltmeisterschaft gewonnen.

Tafelanschrift „Wir ham den Pott“

Damit niemandem die Luft ausgeht

„Aber Schatz, du hast doch schon eine Handtasche – warum willst du dir eine neue kaufen?“ So ähnlich war das bei uns, als wir überlegten, uns eine neue Standluftpumpe zuzulegen, obwohl wir schon zwei hatten. Bei der einen war allerdings die Dichtung am oberen Ende nicht mehr so richtig intakt und bei der anderen fiel der bereits selbstgeschnitzte Ersatz-Handgriff immer wieder mal ab. Also haben wir uns entschlossen, ein schickes neues Modell zu beschaffen, das auch noch mit fünf Jahren Garantie kommt. Voilá – damit können wir jetzt bei Repair Cafés wieder fleißig Fahrräder reparieren.

Die neueste Errungenschaft im Fahrradkeller