Das verflixte siebte Jahr …

… haben wir jetzt schon hinter uns – jedenfalls in der Wohnphase. Zusammen geplant haben wir natürlich deutlich länger. Aus Anlass dieses siebten Jubiläums haben wir uns gestern miteinander und mit einigen Gästen zusammengesetzt und ein wenig gefeiert und noch ein bisschen weniger reflektiert.

Arme von 12 Menschen, jeweils mit einem Sektglas in der Hand, reichen von außen sternförmig nach innen zum Anstoßen

Anstoßen auf die nächsten 7+ Jahre

Sogar eine kleine Rede gab es, in der betont wurde, dass wir eher nicht das schalkafte Bullerbü 2.0 Ideal erreichen, das uns schon mal zugeschrieben wurde, weil es natürlich auch bei uns Meinungsverschiedenheiten gibt und auch mal gestritten wird. Wir sind also gar nicht so anders als viele normale gute Nachbarschaften; vielleicht mit dem Unterschied, dass wir uns noch streiten und uns nicht einfach aus dem Weg gehen, wenn mal was nicht passt.

Ca. 30 Personen sitzen bzw. stehen im Kreis bei sonnigem Wetter in einem attraktiven Garten

Ein Teil der Wunschnachbarn und unserer Jubiläumsgäste

Wie dem auch sei: Schön wars! Und bestimmt wirds auch weiterhin schön.

Bild eines Gartens in der Abend-Dämmerung von schräg oben. Man erkennt einige Menschen um Tische sitzend. An verschiedenen Stellen leuchen Lichterketten.

Zu fortgeschrittener Stunde im illuminierten Garten

Höchste Zeit …

… für einen neuen Blog-Post. Die letzten Monate waren zwar nicht wirklich ereignislos – es war eher so, dass man vor lauter Ereignissen nicht dazu kam, einen neuen Beitrag zu erstellen; oder man war dann doch im Urlaub. Und als man zurückkam, fand man diesen schönen Anblick vor, den man teilweise fleißigen Gießnachbarn und teilweise dem nicht extrem trockenen Sommer zu verdanken hat.

Grüne Loggien

Grüne Loggien

Aufgefrischt …

… haben wir vor einiger Zeit schon unser Gästezimmer. Diese gemeinwohlorientierte Ressource wurde vor Corona intensiv genutzt und schon bald nach dem barbarischen Überfall Russlands auf die Ukraine konnten wir das Zimmer einer geflüchteten Dame zur Verfügung stellen. Danach ist die Nutzung für Gäste wieder deutlich angestiegen und irgendwann war es dann nötig, dem kleinen Raum etwas Aufmerksamkeit und vor allem neue Farbe zu schenken. Am Ende dieser Aktion erstrahlte eine Wand dann plötzlich goldfarben.

Ein Blick in unser Gästezimmer mit Teppich im Vordergrund, dahinter ein (zusammengeklapptes) Schlafsofa und dahinter eine goldfarbene Wand

Die Goldwand im Gästezimmer

Nicht blinzeln!

Einmal kurz geblinzelt und schon ist die Blütenpracht wieder vorbei – zumindest die am Zierapfelbaum, der letztes Jahr als einer von fünf zusätzlichen Bäumen im Gemeinschaftsgarten unserer vier Baugruppen gepflanzt wurde. Schön wars!

Und jetzt erfreuen wir uns an diversen anderen Blüten, die teilweise auch noch fantastisch duften. Im Park der Holunder, auf der Gemeinschaftsterrasse die Rose, … Demnächst kommen dann noch die unscheinbaren Blüten am Wein und … zwei mal geblinzelt: verwandeln sich in leckere Träubchen.

Blühender Apfelbaum mit Haus der Wunschnachbarn im Hintergrund

Blüten im Garten

Interesse an gemeinsamer Investition?

Liebe Nachbar*innen, [so begann neulich eine Email an unsere Nachbar*innen, aber auch alle Leser*innen unseres Blogs dürfen sich angesprochen fühlen]

hurra, der Frühling kommt und dann der Sommer … und irgendwann auch wieder der Winter – und dann ist man wieder froh um Wärme. Bei uns Wunschnachbarn keimte daher im vergangenen Winter eine alte Idee wieder auf: Sauna!

Wie bei einer Werkstatt, Schlagbohrmaschine, großer Leiter, Auto gilt auch hier: Man muss nicht alles alleine besitzen. Deshalb bitten wir um eine kurze Rückmeldung, ob es unter Euch ebenfalls Sauna-Enthusiast*innen gibt, die sich daran beteiligen möchten.

Als Ort schweben uns drei Optionen vor:

  • In der „Schleuse“ zwischen der Tiefgarage und unserem Kellergang – diese 5 Quadratmeter werden nicht wirklich benötigt, weil man die TG auch durch unseren Fahrradkeller erreicht.
  • Ein kleines, dezentes und ästhetisch hochwertiges Häuschen im Garten (siehe Beispiel 1 unten)
  • Ein ausgebauter Bauwagen ggf. auf der Straße (in guter Gesellschaft mit dem Bauwagen des Nachbarschaftsvereins oder verschiedenen Wohnwagen) (siehe Beispiel 2 unten)

Je nach Anzahl der Beteiligungswilligen wird sich die nötige Einlage voraussichtlich zwischen 200 € und 700 € bewegen.

Leitet diese Email gerne weiter und meldet Euch bei Interesse einfach als Antwort auf diese Email.

Ralf und Peter von den Wunschnachbarn

Zwei Bilder von Saunen: Links ein kleines würfelförmiges Gebäude, bei dem die Vorder- und Rückseite aus Glas besteht, durch das man im Inneren eine Sauna erkennen kann. Rechts ein Anhänger in der Größe eines kleinen Wohnwagens, der einen Holzaufbau mit Kamin trägt, in dem sich offenbar ein kleiner Saunaraum befindet

Saunaoption 1 und 2

[Ein Tag nach dieser oben genannten Email schickten wir noch eine hinterher mit dem Hinweis, dass es sich um unseren diesjährigen Aprilscherz gehandelt hat.]

Offiziell Frühling

Seit dem 20. März 2024 ist offiziell und hochkalendarisch Frühling, denn an diesem Tag überquerte die Sonne den Himmelsäquator, das heißt, der Tag und die Nacht waren gleich lang (für Schlaumeier*innen und alle, die es noch werden wollen: das Frühlings-Äquinoktium). Ein guter Anlass, die hellere und wärmere Jahreshälft mit einem Lagerfeuerchen zu begrüssen und alle Wunschnachbarn wieder mal aus ihrer Winterverschanzung zu locken; bei den meisten hat das auch geklappt, wie man hier sehen kann. Die Tatsache, dass es Tags zuvor einen Geburtstag zu feiern gab, wollen wir dabei geflissentlich verschweigen.

Lagerfeuer auf der Gemeinschaftsterrasse

Lagerfeuer auf der Gemeinschaftsterrasse

Reparatur-Ethos

In userem Repair Café versuchen wir ja – zusammen mit einer ganze Reihe von tatkräftigen Reparateur*innen – an jedem letzten Freitag im Monat, diverse Toaster, Lampen, Kassettendecks, Küchenschranktürchen u.v.m. wieder funktionsfähig zu kriegen. Sollten wir diesen Ethos nicht auch mal walten lassen wenn die Spülmaschine in unserem Gemeinschaftsraum nicht mehr abpumpt?

Gedacht, getan … doch leider war der erste Reparaturversuch nicht von Erfolg gekrönt. Also musste mehr Geduld, mehr Ausdauer, mehr Werkzeug, mehr kollektiver Reparatursinn mobilisiert und diverse YouTube Erklär-Videos zu Rate gezogen werden. Und sieh da – am Ende eines schönen sonnigen Arbeitstages auf der Gemeinschaftsterrasse konnte die Reparatur-Glocke geläutet werden. Die Spülmaschine spült wieder.

Ein erfahrener Reparateur bei der Spülmaschinenreparatur

Ein erfahrener Reparateur bei der Spülmaschinenreparatur

Jetzt auch im Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit

Seit einiger Zeit gibt es das bundesweite Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit; eine Plattform, auf der sich entsprechend engagierte Organisationen vernetzen können und ihr Engagement sichtbar machen können. Dazugehörige Schlagworte: 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen, Agenda 2030, Rat für Nachhaltige Entwicklung etc.

Egal, die Grundidee scheint ganz einfach: Jedem/r einzelnen die Möglichkeit geben, sich verantwortlich und nachhaltig zu verhalten – z.B. durch die Vermeidung von Müll und Neukonsum durch die Reparatur von existierenden Gütern. Klar macht es deshalb Sinn, unser Repair Café ebenfalls in dieser online Datenbank eingetragen. Genaugenommen: Hier.

„Na ja …“ würde Martin Lukacs vielleicht sagen. „Wenn das Haus brennt wedelt man ja auch nicht als Individuum mit dem Handtuch“. Er analysiert in einem klugen Artikel im Guardian wie der Neoliberalismus uns dazu verdammt hat, als Einzelkämpfer den Klimawandel zu bekämpfen statt auf die Steuerungsmacht von Regierungen zu setzen.

„Na ja …“ könnte man erwidern: Den Klimawandel halten wir durch unser Repair Café in der Tat nicht auf; aber es macht so viel Spaß, mit anderen Menschen zusammen zu werkeln und (hoffentlich) am Ende ein Erfolgserlebnis zu haben. Also am besten beides: Reparieren und richtig wählen gehen.

Logo des Gemeinschaftwerks Nachhaltigkeit

Köln kann kalt

No news is good news … nach diesem Motto haben wir in den letzten Wochen eine kleine Pause mit unseren Blogeinträgen gemacht. Auch wenn sich in dieser Zeit die Welt unglaublich schnell gedreht hat und man oft gar nicht nachkam mit dem Lesen – geschweige denn verdauen – der vielen Neuigkeiten aus der ganzen Welt; viele davon leider gar nicht erquicklich.

Um aber kein allzugroßes Winterloch aufkommen zu lassen, hier der Beweis, dass Köln auch kalt kann.

Eisablagerung auf Luftein- bzw. auslasshauben

Eisablagerung auf Luftein- bzw. auslasshauben. Links im Bild unser hübscher „Kammputz“