Streuobst von der Wiese nach Nippes

Seit September ist der Gemeinschaftsraum der Wunschnachbarn eine Ausgabestelle für die „Obstgemeinschaft Nippes“. Dort wird an die Mitglieder des Streuobst Rieve Kollektivs wöchentlich eine gute Portion alter Apfelsorten und anderem Obst aus der Streuobsternte der Region direkt ins Nippeser Veedel gebracht. Mit dem Projekt will das Kollektiv eine regional vernetzte, frei vom Handel organisierte Nachbarschaft fördern, die wert auf gute Lebensmittel aus der Region legt. Wer mehr über den regionalen Obstgenuss erfahren möchte, wendet sich an: nippes@streuobst-rieve.de.

Unterwegs in Üchtelhausen

Kennt Ihr Üchtelhausen? Solltet Ihr, denn dort tun sich spannende Dinge – neulich gab es im dortigen BuchCafé nämlich einen Austausch zum Thema „Gemeinsam wohnen (im Alter)“. Und ein Mitglied unserer „CoHousing“ Etage durfte dort über seine Erfahrungen bei den Wunschnachbarn berichten. Das ist ganz im Sinne unseres Anspruchs, unser Wissen mit anderen zu teilen; einerseits in einer separaten Abteilung auf unserer Website und andererseits in Gesprächen wie in Üchtelhausen (Siehe diesen Kurzbericht). Vielleicht verbreiten sich unsere Erfahrungen so bis nach Dittelbrunn, Weipoltshausen, Hoppachshof, Madenhausen … alle nordöstlich von Schweinfurt.

Screenshot eines Berichts über die Veranstaltung in Üchtelhausen

In meinOrt.app steht ein kurzer Bericht über die Veranstaltung in Üchtelhausen

Clouthwigstropfen

Es ist zwar noch April, aber es ist kein Aprilscherz: Der Clouthwigstropfen ist fertig! Das ist der große Bruder vom Clouthstropfen, den wir 2014 (?!) in unserer Bewerbung für ein Grundstück im Clouth Quartier als eines unserer Alleinstellungsmerkmale erwähnt hatten. Dahinter steckt unsere Fassadenbegrünung mit Kulturwein, von dem wir damals träumten, dass er sich eines Tages zu einem süffigen Tröpfchen veredeln ließe.

Schon damals hat uns Kölns selbsternannter „Stadtwinzer“, mit Rat und Tat zur Seite gestanden, um geeignete Sorten, Rankhilfen etc. zu wählen. Und dankenswerterweise führte er in seinem Südstadtkeller auch den Veredelungsprozess durch. Dazu steuerte er sogar einen Teil seiner Johanniter-Trauben bei, die seit ein paar Jahren auf einem kleinen urbanen Weinberg an der Severinstorburg, Nähe Chlodwigplatz gedeihen.

Daraus erklärt sich der Cuvée-Name „Clouthwigstropfen“.

Heute Abend wird eine erste Flasche geöffnet auf unserer monatlichen „Wunschversammlung“. Laut gesetzlichen Vorgaben darf man selbstgekelterten Wein ja nur mit Familie und Freunden am Ort der Herstellung trinken – ich denke, diese Bedingung können wir erfüllen.

Wie der Wein schmeckt, verraten wir hier nur vielleicht; denn wenn er lecker ist, wollen wir keine Begehrlichkeiten wecken; und wenn nicht, muss das ja nicht jeder wissen.

Die 12 Flaschen Clouthwigstropfen

Die 12 Flaschen Clouthwigstropfen – aus gesetzlichen Gründen vielleicht ohne Etikett

Wie weiter nach dem Auslaufen des Fernwärmeanschlusszwangs?

Im Jahre 2027, nach zehnjähriger Vertragsdauer, endet der Anschlusszwang für die Fernwärmeversorgung unserer Häuser durch die Rheinenergie. Wir haben allerlei Überlegungen für zukünftige Lösungen angestellt und diskutieren aktuell verschiedene Wärmepumpen-Optionen. Besonders attraktiv finden wir eine Do-it-Yourself Version mit ausgedienten Kühlschränken, die nicht nur klimaneutral wäre sondern auch ein vorbildliches Upcycling darstellt.

Dabei wird ein einfaches physikalisches Prinzip genutzt, das in jeder Wärmepumpe steckt, mit der man sein Haus klimaneutral heizen kann. Eine Wärmepumpe nutzt die Wärme der Umgebungsluft und „konzentriert“ sie auf eine höhere Temperatur. Das funktioniert selbst im Winter, denn in 0 Grad kalter Luft steckt immer noch viel mehr Energie als in minus 100 Grad kalter Luft. Jeder Kühlschrank basiert auf dem exakt gleichen Prinzip – und das schon seit über 100 Jahren.

Mit unserem Vorschlag würden wir die Kühlschränke quasi nur „rückwärts“ laufen lassen, um Wärme zu generieren. Bei Interesse teilen wir weitere Details unserer Überlegungen gerne – vielleicht inspiriert das ja auch andere, wie man sich von der Fernwärme und den damit verbundenen Kosten unabhängig machen kann. Sprecht uns auch gerne an, falls Ihr ästhetische oder akustische Bedenken habt.

Die Inspiration dazu kam uns selbst letztes Jahr auf einer Baugemeinschafts-Exkursion in Freiburg (siehe Foto) – die Bewohner*innen dort sind sehr glücklich mit dieser Lösung.

[Nachtrag: Vielen Grüße an alle, die wir diesmal in den April schicken konnten; und auch an jene, die uns mittlerweile schon so gut kennen, dass sie sich nicht mehr in den April schicken lassen 😉]

Eine Reihe von sechs einheitlichen aber unterschiedlich farbigen Kühlschränken, die ordentlich vor einem modernen Wohnhaus stehen.

Das Beispiel der DIY-Wärmepumpe in Freiburg

Schön langsam eine Allee?

Schön langsam wird unsere Gasse eine Allee. Zu den zwei existierenden Bäumen kamen neulich jedenfalls drei weitere dazu. Insgesamt also fünf Bäume auf ca. 70 Meter. Na ja, wenn man die Pflanzempfehlung von 10-12 Meter Abstand zwischen Alleebäumen zum Vergleich heranzieht und wenn man sich eine Allee als doppelreihig (je rechts und links der Straße) vorstellt, könnten man sich durchaus auch 16 Bäume in unserer Gasse wünschen. Aber man soll ja nicht undankbar sein …

Junger, noch kahler Baum im Vordergrund. Im Hintergrund das Haus der Wunschnachbarn

Auf dem Weg zu einer Allee …

Wohnung frei!

Pfeift es gerne von den Dächern: Bei uns ist eine Wohnung frei – allerdings nur zur Miete. Die Wohnung weist übliche Gebrauchsspuren auf und steht ab sofort besenrein zur Verfügung. Die Vorbewohnenden haben sich entschlossen in näherer Umgebung, eine eigene Unterkunft zu bauen, die noch wesentlich nachhaltiger ist als unser Passivhaus. Außerdem – das gehört zur Wahrheit dazu – gibt es aktuell in der zur Verfügung stehenden Wohnung weder Heizung noch fließendes Wasser. Die Neumieter können dies aber gerne auf eigene Kosten installieren. Dafür berechnen wir auch nur einen Sozialpreis, der in Form von Gesangsdarbietungen erbracht werden kann. Die 0,04 Quadratmeter große Wohnung kann ab sofort an unserer Ostfassade besichtigt werden.

Im Vordergrund die moosbedeckte Bodenplatte eines Nistkastens. Im Hintergrund der Nistkasten

Die Moosbedeckung des Fußbodens wie die Vormieter*innen die Wohnung zurückgelassen haben

Zusammen ist man weniger allein

Dieses schöne Motto stand neulich im Stern Sonderheft zum Thema „In der Gemeinschaft wohnen, selbstbestimmt leben“. Auch darin wurde unser „little Co-Housing“ erwähnt. Wie die Journalist*innen uns nur immer finden. Vermutlich über unsere Homepage – also sollten wir hier nicht mehr so viel veröffentlichen. In diesem Sinne.

Foto der Titelseite des besagten Artikels im Stern Sonderheft

Foto der Titelseite des besagten Artikels im Stern Sonderheft

Zu viel der Ehre …

… wird uns manchmal zuteil. Das könnte man jedenfalls meinen, denn schon wieder wurde über uns berichtet. Diesmal ist es aber ein bisschen besonders, denn das Publikationsorgan ist das Magazin des Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung NRW. In der Ausgabe 1/25 geht es um das Schwerpunktthema „Die neue Lust am Teilen: Gemeinschaftliche Bau- und Wohnprojekte“. Und so besonders ist es dann aber auch wieder nicht, denn die Wunschnachbarn sind eins von 15 Projekten, die in NRW untersucht wurden – einige davon scheinen definitiv besonderer zu sein als wir. Aber das ist ja nichts besonderes.
Die Ausgabe ILS-TRENDS 1/25 kann man hier herunterladen.

Screenshot aus dem ILS-TRENDS 1/25

Screenshot aus dem ILS-TRENDS 1/25