Clouthwigstropfen

Es ist zwar noch April, aber es ist kein Aprilscherz: Der Clouthwigstropfen ist fertig! Das ist der große Bruder vom Clouthstropfen, den wir 2014 (?!) in unserer Bewerbung für ein Grundstück im Clouth Quartier als eines unserer Alleinstellungsmerkmale erwähnt hatten. Dahinter steckt unsere Fassadenbegrünung mit Kulturwein, von dem wir damals träumten, dass er sich eines Tages zu einem süffigen Tröpfchen veredeln ließe.

Schon damals hat uns Kölns selbsternannter „Stadtwinzer“, mit Rat und Tat zur Seite gestanden, um geeignete Sorten, Rankhilfen etc. zu wählen. Und dankenswerterweise führte er in seinem Südstadtkeller auch den Veredelungsprozess durch. Dazu steuerte er sogar einen Teil seiner Johanniter-Trauben bei, die seit ein paar Jahren auf einem kleinen urbanen Weinberg an der Severinstorburg, Nähe Chlodwigplatz gedeihen.

Daraus erklärt sich der Cuvée-Name „Clouthwigstropfen“.

Heute Abend wird eine erste Flasche geöffnet auf unserer monatlichen „Wunschversammlung“. Laut gesetzlichen Vorgaben darf man selbstgekelterten Wein ja nur mit Familie und Freunden am Ort der Herstellung trinken – ich denke, diese Bedingung können wir erfüllen.

Wie der Wein schmeckt, verraten wir hier nur vielleicht; denn wenn er lecker ist, wollen wir keine Begehrlichkeiten wecken; und wenn nicht, muss das ja nicht jeder wissen.

Die 12 Flaschen Clouthwigstropfen

Die 12 Flaschen Clouthwigstropfen – aus gesetzlichen Gründen vielleicht ohne Etikett

Wie weiter nach dem Auslaufen des Fernwärmeanschlusszwangs?

Im Jahre 2027, nach zehnjähriger Vertragsdauer, endet der Anschlusszwang für die Fernwärmeversorgung unserer Häuser durch die Rheinenergie. Wir haben allerlei Überlegungen für zukünftige Lösungen angestellt und diskutieren aktuell verschiedene Wärmepumpen-Optionen. Besonders attraktiv finden wir eine Do-it-Yourself Version mit ausgedienten Kühlschränken, die nicht nur klimaneutral wäre sondern auch ein vorbildliches Upcycling darstellt.

Dabei wird ein einfaches physikalisches Prinzip genutzt, das in jeder Wärmepumpe steckt, mit der man sein Haus klimaneutral heizen kann. Eine Wärmepumpe nutzt die Wärme der Umgebungsluft und „konzentriert“ sie auf eine höhere Temperatur. Das funktioniert selbst im Winter, denn in 0 Grad kalter Luft steckt immer noch viel mehr Energie als in minus 100 Grad kalter Luft. Jeder Kühlschrank basiert auf dem exakt gleichen Prinzip – und das schon seit über 100 Jahren.

Mit unserem Vorschlag würden wir die Kühlschränke quasi nur „rückwärts“ laufen lassen, um Wärme zu generieren. Bei Interesse teilen wir weitere Details unserer Überlegungen gerne – vielleicht inspiriert das ja auch andere, wie man sich von der Fernwärme und den damit verbundenen Kosten unabhängig machen kann. Sprecht uns auch gerne an, falls Ihr ästhetische oder akustische Bedenken habt.

Die Inspiration dazu kam uns selbst letztes Jahr auf einer Baugemeinschafts-Exkursion in Freiburg (siehe Foto) – die Bewohner*innen dort sind sehr glücklich mit dieser Lösung.

[Nachtrag: Vielen Grüße an alle, die wir diesmal in den April schicken konnten; und auch an jene, die uns mittlerweile schon so gut kennen, dass sie sich nicht mehr in den April schicken lassen 😉]

Eine Reihe von sechs einheitlichen aber unterschiedlich farbigen Kühlschränken, die ordentlich vor einem modernen Wohnhaus stehen.

Das Beispiel der DIY-Wärmepumpe in Freiburg